Mercedes-Benz

Der Perfektionist.

11. September 2019

Comedian, Moderator, Musiker – das sind die Berufe von Hansy Vogt. Auf die Frage, warum es so viele sein müssen, antwortet er mit einem Vergleich: „Ein Stuhl steht auch erst perfekt auf vier Beinen.“ Sein viertes Betätigungsfeld ist das Kommunikationscoaching. Im Interview gibt der TV-Profi Tipps, wie man ein Publikum für sich gewinnt.

Beim Thema Mobilität setzt Hansy Vogt auf Mercedes-Benz: „Komfort und Sicherheit sind für mich entscheidende Aspekte.“

Sakko, Polo, Chino, Sneaker – das sportliche Outfit passt. Unser Interviewpartner gibt sich locker, dynamisch und dennoch – auf eine angenehme Art – sehr fokussiert. „Hallo, ich bin Hansy Vogt“, sagt der beliebte TV-Entertainer zur Begrüßung im Café des Hotels im Europa-Park Rust. Für ihn ist es ein Heimspiel. Eine ARD-Sendung, in der er regelmäßig auftritt, wird hier aufgezeichnet. Alle paar Wochen finden freitags Proben statt, sonntags drauf folgt dann die Liveshow.

Wir setzen uns an ein Tisch und beginnen mit dem Interview. Nach drei Minuten eine erste kurze Unterbrechung. „Entschuldigung, ich möchte schnell einen Park-Mitarbeiter begrüßen.“ Es folgt ein kurzer Small Talk, dann kommt Vogt auf unser Thema zurück. Wir sprechen darüber, wie man ein Publikum für sich gewinnt. Der Kommunikationsprofi überrascht mit einem Ausflug in die Praxis. Mit drei Männern am Nebentisch, die sich zu einer Tagung ihrer Firma treffen, kommt er schnell in Kontakt. Ein Lächeln, freundliche Worte, ein paar kleine Scherze. Die Stimmung ist gelöst. „Das war bereits eine erste Lektion“, so der Coach. Zu seinen Klienten gehören Unternehmer, Vertriebler oder andere Menschen, die in der Öffentlichkeit auftreten. Sein Tipp: die eigene Offenheit überwindet ganz leicht Grenzen. Das klingt vielleicht banal, funktioniert aber. Im Gespräch erläutert der Entertainer, worauf es ankommt, wenn man im Mittelpunkt stehen will – oder muss.

Für das Schweizer Fernsehen war Hansy Vogt in einem Mercedes-Benz S-Klasse Cabrio unterwegs.

Herr Vogt, Sie stehen im Jahr rund 120-mal auf der Bühne. Haben Sie da eigentlich noch immer Lampenfieber?

Eine gewisse Aufregung gehört dazu und ist wichtig. Das schärft die Sinne und die Konzentration. Aber die Routine hilft mir natürlich. Durch meine Erfahrung kann ich viele Situationen besser einordnen – und dann passend reagieren.

Wie wichtig ist Spontaneität, wenn man wie Sie vor vielen Hunderten oder sogar Tausenden Zuschauern steht?

Damit kann man auf jeden Fall punkten. Wenn es einem gelingt, Zwischenrufe oder Stimmungen charmant aufzunehmen, gewinnt man schnell die Aufmerksamkeit und die Herzen des Publikums.

Hand aufs Herz – ist bei Ihren Auftritten schon mal richtig was schiefgelaufen?

Na klar! Fehler unterlaufen natürlich auch einem Profi. Ich habe Fakten verdreht oder mich einfach mal sprachlich verhaspelt. Das passiert halt und lässt sich auch nicht vermeiden.

Wie geht man am besten damit um?

Ich habe gelernt, dass man dazu stehen muss und seinen Fehler einräumen sollte. Das ist immer der bessere Weg. Und es macht sogar sympathisch. Das zeigt zumindest meine Erfahrung: Menschen mit kleinen Schwächen kommen beim Publikum immer besser an.

„Mit einer Portion Selbstironie kann man auf jeden Fall punkten.“

Hansy Vogt

Was hilft noch?

Kleine Tricks. Wenn ich auftrete, wechsle ich in den Pausen oft meine Garderobe. Manchmal habe ich 20 unterschiedliche Outfits in meinem Auto dabei. Wenn ich dann umgezogen zurück auf die Bühne komme, mache ich das zum Thema. Ich habe dann immer eine Anekdote oder eine passende Story parat und nehme mich dabei oft selber auf die Schippe. Hilfreich sind extravagante Klamotten. Ich habe zum Beispiel einen weißen Anzug mit ein paar roten Punkten. Wenn ich damit hinter dem Vorhang hervortrete, erzähle ich, dass mir beim Öffnen einer Flasche Rotwein ein Missgeschick passiert ist. Und mit diesem einen Augenblick packe ich die Aufmerksamheit des Publikums. Man sollte also immer eine kleine Geschichte erzählen können – das hilft beim Auftritt, bei einer Präsentation oder bei einem Vortrag immens weiter.

Wie wichtig ist die Vorbereitung auf einen Auftritt?

Aus meiner Sicht steht und fällt damit der Erfolg. Deswegen investiere ich viel Zeit in diese Phase. Wenn ich zum Beispiel ein Stadtfest moderiere, versuche ich, möglichst viel über Amts- und Würdenträger herauszufinden, lese mich in die Lokalgeschichte ein, beschäftige mich mit aktuellen Themen und mit Stadtfehden. Diese Aspekte baue ich in meine Moderation ein – auch das ist ein Prinzip, das eigentlich immer funktioniert.

Hansy Vogt im Gespräch: „Man muss auf die Menschen zugehen.“
Zur Person.

Hansy Vogt ist als TV- und Event-Moderator in sämtlichen Veranstaltungsbereichen tätig. Dazu gehören Firmen-Events,Business Talks bis hin zu Großevents in der Unterhaltungsbranche. Neben den Showbusiness-Aktivitäten ist der Moderator offizieller Botschafter für die Region Schwarzwald. Auf seiner Internetseite gibt es weitere Informationen.

www.hansy-vogt.de

S-Klasse
Cabriolet.

Risk an Affair.

Fotos: © Thorsten Scherz, © Hansy Vogt